Blutdruck - Naturheilpraxis Elpenrod

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Blutdruck

Blutspenden senkt den Blutdruck dauerhaft
Eine von der Carstens-Stiftung geförderte Studie hat erwiesen: Regelmäßiges Blutspenden senkt den Blutdruck von Hypertonie-Patienten deutlich und nachhaltig. Damit würde ein klassisches Verfahren der Naturheilkunde einen neuen Platz in der modernen Medizin einnehmen, so die Stiftung. Denn im Grunde ist eine Blutspende nichts anderes als ein Aderlass.
Bluthochdruck ist der wichtigste und häufigste Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er führt schätzungsweise weltweit zu 9,4 Millionen Todesfällen pro Jahr und ist für 47 % der ischämischen Herzerkrankungen verantwortlich. Schon kleine Veränderungen des Blutdrucks können erhebliche Auswirkungen, beispielsweise auf Schlaganfall- und KHK-Risiko und die entsprechenden Erkrankungsraten, haben. Würde es gelingen, den systolischen Blutdruck dauerhaft um 10 mmHg und den diastolischen um 5 mmHg zu senken, könnte das Todesrisiko durch Schlaganfälle um 40 % verringert werden und das Todesrisiko durch ischämische Herzerkrankungen um 30 %. Ein probates und fast nebenwirkungsfreies Mittel hierzu könnten die Wissenschaftler nun gefunden haben: die Blutspende.


Kontrollierte Beobachtungsstudie
Die Forscher aus Berlin beobachteten insgesamt 292 Erst-Blutspender über einen Zeitraum von jeweils einem Jahr. Davon litten 146 bei Studienbeginn an erhöhtem Blutdruck von mehr als 140/90 mmHg, die anderen 146 Probanden wiesen Werte im Normbereich auf. Die Studienteilnehmer spendeten bis zu viermal im Jahr je 480 ml Blut. Ihre Blutdruck- und Blutwerte wurden vor und nach jeder Spende gemessen.

Therapeutischer Effekt korrespondiert mit Häufigkeit der Blutspenden
Es zeigte sich, dass der Effekt mit der Anzahl der Blutspenden korrelierte. Die wohltuenden Effekte zeigten sich schon nach der ersten Blutspende. Doch je mehr Blutspenden die Probanden geleistet hatten, desto stärker fiel die Blutdrucksenkung aus. Bei Probanden, die viermal pro Jahr Blut spendeten, sanken die Werte sehr ausgeprägt: Der systolische Wert von durchschnittlich 160 ±13 auf 144 ±15 und der diastolische von durchschnittlich 91 ±9 auf 84 ±9. Am meisten profitierten Patienten mit sehr stark erhöhtem Blutdruck von mehr als 160/100 mmHg zu Studienbeginn. Ihre Werte konnten im Schnitt sogar um 17 mmHg bzw. 12 mmHg gesenkt werden. Bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe ohne Bluthochdruck zeigten sich keine relevanten Veränderungen. Es wurde bei dieser Studie keine auffällige Veränderung des Blutbildes und des Eisenstoffwechsels beobachtet.

Lifestyleeffekte ausgeklammert
Um sicherzugehen, dass der positive Effekt tatsächlich auf die Blutspenden zurückzuführen ist, wurden die Probanden gebeten, ihre üblichen Verhaltensweisen beizubehalten und nicht etwa zusätzlich vermehrt Sport zu treiben oder die Ernährung umzustellen. Um diese potenziellen Lifestyleeffekte dennoch auszuschließen, wurden die Parameter Körpergewicht und Body-Mass-Index in der Ergebnisauswertung berücksichtigt. Diese Herangehensweise half sicherzustellen, dass die gemessene Blutdrucksenkung tatsächlich auf die Blutspenden zurückzuführen ist.
Unklar ist noch, wie das Blutspenden diesen Effekt hervorruft. Die Studienautoren mutmaßen, dass möglicherweise das Verhältnis von alten zu jungen roten Blutkörperchen entscheidend sein könnte.

Quelle:
Kamhieh-Milz, S., Kamhieh-Milz, J., Tauchmann, Y., Ostermann, T., Shah, Y., Kalus, U., Salama, A. and Michalsen, A. (2015),
Regular blood donation may help in the management of hypertension: an observational study on 292 blood donors. Transfusion. doi: 10.1111/trf.13428



 
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